Hundekot am Schuh: neue Formen der Überwachung

Februar 5, 2008

Einem Zeitungsbericht zufolge hat die Stuttgarter Volksbank mit Hilfe von Videoüberwachung eine Kundin ausfindig gemacht, deren Tochter auf dem Fußboden der Bank Schmutz hinterlassen hatte.

Laut der „Stuttgarter Zeitung“ (Dienstagsausgabe) hatte die Bank dann Namen und Adresse der Kundin mit Hilfe der Videoüberwachung herausgefunden und der Kundin eine Rechnung für Reinigungskosten geschickt.

Die interessantere Frage ist nun, wie genau die Zuordnung zwischen Videomaterial und Kundendaten geschehen ist. Nach unserem Verständnis sind hier entweder die Daten eines Geldautomaten verwendet worden oder die Bank speichert alle Handlungen von Kunden (z.B. Überweisung abgeben oder Beratergespräch) mit exakten Zeitangaben. Eine Alternative, wenngleich unwahrscheinlich, wäre eine automatische elektronische Bildauswertung mittels Abgleich mit der eigenen Kundendatenbank (z.B. Foto aus Personalausweis) oder auch die zufälligere Variante des persönlichen Kennens.

(via: www.swr.de)

Update: Heise hat die Lösung (Link).

Über den Transaktionsvorgang am Geldautomat ermittelte die Bank dann den Namen und die Adresse der Kundin.

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Verfassungsschützer wollen mehr Schnüffelbefugnisse

Januar 23, 2008

Die sogenannten Verfassungsschützer beraten am heutigen Tag über mehr Befugnisse, wie die tagesschau berichtet. In der Kurzfassung betonen die Verfassungsschützer die bisherige Behinderung ihrer Arbeit, unzureichende Befugnisse und fordern dabei neue technische Möglichkeiten und einen besseren Informationsfluss. Gleichzeitig bestätigen sie, dass die maßgeblichen Hinweise zur Festnahme der „Sauerland-Terroristen“ von einem ausländischen Partnerdienst kamen.

Konkret fordern die Autoren des Arbeitspapiers, das der ARD nach eigenen Angaben vorliegt, mehr Befugnisse für die operative Arbeit der Verfassungsschützer: akustische und visuelle Wohnraumüberwachung sollen einfacher und auch unabhängig von der Polizei möglich sein. Weiterhin fordern sie Online-Durchsuchungen, wenngleich das Urteil des Bundesverfassungsgericht abgewartet werden soll. Desweiteren soll zukünfig das anonyme Surfen in Internetcafés der Vergangenheit angehören. So soll jeder Besucher eines Internetcafés eine eindeutige Benutzer-ID anhand seines Personalausweises erhalten.

Künftig soll auch die Handyortung optimiert werden. Dazu sagt das Papier: „Sinnvoll wäre die Möglichkeit, die Standortdaten von Telekommunikationsgeräten und Funkzellenabfragen beim Provider in Echtzeit abfragen zu können, um kurzfristig operative Maßnahmen einleiten zu können.“

Mehr Informationen: www.tagesschau.de


Bundesregierung will Seeverkehr schärfer überwachen

Januar 22, 2008

Nach dem Flugverkehr will die Bundesregierung auch Reisen zur See stärker kontrollieren. Am morgigen Mittwoch berät der federführende Verkehrsauschuss des Bundestags einen Gesetzesentwurf zur Änderung „seeverkehrsrechtlicher, verkehrsrechtlicher und anderer Vorschriften mit Bezug zum Seerecht“, den das Bundeskabinett bereits beschlossen hat. Teil des Vorhabens ist die Einfügung einer Klausel in das Seeaufgabengesetz, wonach die zuständigen Behörden neben Identifikationsmerkmalen von Schiffen oder deren Eigentümern unter anderem auch persönliche Daten der an Bord befindlichen Reisenden erfassen sollen. Neben Namen und Geschlecht sind dabei der Geburtstag und die Staatsangehörigkeit auf der Liste. Dazu kommen sollen Informationen etwa über den letzten Auslauf und den nächsten Anlaufhafen sowie weitere statistische Daten der Reise.

Quelle: www.heise.de